Unsere Geschichte 

Vor 1923
Schon vor dem ersten Weltkrieg bestand eine Musikgesellschaft Schlieren. Über sie lässt sich nicht viel berichten, denn die Akten sind leider nur noch unvollständig erhalten. Ihr Gründungsjahr konnte zum Beispiel nicht eruiert werden. Nach unseren Informationen dürfte sie in der ersten Dekade dieses Jahrhunderts entstanden sein, die ältesten gefundenen Protokolle und Fotografien stammen aus dem Jahr 1910. Da dieser Verein mit dem heutigen eigentlich nichts mehr gemeinsam hat, soll hier nur über sein Ende berichtet werden.
1923
Bereits dreieinhalb Jahre später, am 8. Februar 1923 hatten sich einige Ehemalige mit anderen Musikanten zusammengefunden, um die Gründung einer neuen HARMONIE zu besprechen. Die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse schienen sich beruhigt zu haben, das Interesse für einen eigenständigen Schlierner Musikverein war wieder erwacht.
1924 - 1933
Die folgenden Ausführungen sind leicht redigiert der Jubiläumschronik des Ehrenpräsidenten Romeo Tomio (1898 - 1983) von 1973 entnommen: Am 22. November 1924 fand eine Quartalversammlung im Restaurant Central statt, an der auch der Schreibende [R. Tomio] zum ersten Mal als Gast und Zuhörer teilnahm. Was aber in dieser Versammlung beschlossen wurde, das schlug dem Fass den Boden aus. Es wurde auf Antrag hin beschlossen, dass die Mitglieder der HARMONIE nur in Arbeiterwirtschaften in Schlieren verkehren dürfen und das Fleisch und das Brot nur bei gewissen Läden eingekauft werde.
1945 - 1958
Nach dem Krieg kam langsam wieder Leben in den Verein. Dank Werner Neukomm war es erneut möglich geworden, gut besuchte Proben durchzuführen und sich mit schwereren Kompositionen zu befassen. Über die folgende Zeit lassen sich leider fast keine Aussagen machen, denn von 1947 bis 1968 fehlen die Protokollbücher. Trotz eingehender Recherche konnten sie nirgends ausfindig gemacht werden.
1958 - 1992
Mit Arthur Bopp erhielt der Musikverein HARMONIE Schlieren einen dynamischen, zielstrebigen und vor allem betreffend Musikalität hervorragenden Leiter. Wie bei Führungswechseln üblich, ging auch dieser nicht ohne Reibereien vonstatten, die Folge waren einige Austritte. Die wurden jedoch wiederum durch Neumitglieder wettgemacht, welche Arthur Bopp von seinem vorgängigen Verein, der Postmusik Zürich mitgebracht hatte.
1998 bis heute
Es lässt sich ein relativ einfaches Fazit ziehen: Die Freuden und Sorgen sind die gleichen geblieben, geändert haben sich nur die Umstände. Gute Kameradschaft und zwischenmenschliche Reibereien, musikalische Erfolge und Misserfolge, Lob und Tadel von der oder über die Direktion, finanzieller Wohlstand oder Engpässe ziehen sich wie ein roter Faden durch die ganze Epoche. Beeinflusst wurden sie durch die Rahmenbedingungen, die den zeitlichen Entwicklungen unterworfen sind. Die Gesellschaft hat sich gewandelt, mit ihr die Wirtschaft, das soziale Gefüge, die einzelnen Gemeinschaften und damit nicht zuletzt auch das einzelne Individuum.